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Senatskanzlei

Sieling: Wir dulden keinen Antisemitismus, keinen Rassismus und keine Form von Menschenfeindlichkeit

Chanukka-Fest im Bremer Rathaus – Jahresempfang der Jüdischen Gemeinde

21.12.2017

Gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde hatte der Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, zum Jahresempfang in das Rathaus eingeladen. Der Empfang fand heute (21. Dezember 2017) anlässlich des Chanukka-Festes, dem jüdischen Lichterfest, statt. In seiner Rede vor rund 200 Gästen begrüßte Bürgermeister Sieling die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Bremen, Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, der islamischen Verbände sowie Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Gleich eingangs verurteilte Sieling den Farbanschlag auf die Synagoge in Bremerhaven und die Schmiererei am Denkort Bunker Valentin in Bremen-Nord scharf. "Wir dulden in unserem Land keinen Antisemitismus, keinen Rassismus und keine Form von Menschenfeindlichkeit. Der Bremer Senat wird sich weiterhin mit großem Nachdruck dafür einsetzen, dass Jüdinnen und Juden sicher in unserer Mitte leben und ihren Glauben frei praktizieren können. In Bremen und Bremerhaven sollen alle Religionen eine Heimat finden", so der Bürgermeister. Er dankte der Jüdischen Gemeinde für ihr vielfältiges Engagement. So stehe der Kindergarten der Gemeinde, der vor zwanzig Jahren gegründet und diesem Sommer umgebaut wurde, allen Kindern offen. Sieling: "Ihr Engagement stärkt den Zusammenhalt und bereichert das geistige und kulturelle Leben in unseren beiden Städten. Bitte engagieren sie sich weiterhin wie bisher. Es ist ein Zeichen für eine bessere und friedliche Zukunft."

Chanukka-Fest im Bremer Rathaus – Jahresempfang der Jüdischen Gemeinde
Chanukka-Fest im Bremer Rathaus – Jahresempfang der Jüdischen Gemeinde

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Elvira Noa, bedankte sich in ihrem Grußwort bei Bürgermeister Sieling für seine deutlichen Worte. Sie hob die Bedeutung des Chanukka-Festes für die Jüdinnen und Juden hervor und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass im Nahen Osten Frieden einkehre. Renke Brahms, Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK), gratulierte den Gemeindemitgliedern zum Lichter-Fest, dass an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem 164 v. Chr. erinnere. "Die Entzündung der Kerzen ist ein öffentliches Ereignis und ich wünsche mir, dass sich die Jüdinnen und Juden in Bremen heimisch und wohlfühlen", so Brahms. Der Vorsitzende des islamischen Verbands SCHURA, Mustafa Yavuz, hob den gleichen Ursprung der monotheistischen Religionen hervor und machte deutlich: "Jerusalem eint uns." In Bremen säßen die verschiedenen Religionsgemeinschaften respektvoll an einem Tisch.

Bürgermeister Sieling, Elvira Noa und Rabbiner Teitelbaum
Bürgermeister Sieling, Elvira Noa und Rabbiner Teitelbaum

Für die islamischen Religionsgemeinschaften sei es selbstverständlich gewesen, sich nach der Schändung der Synagoge in Bremerhaven mit der Jüdischen Gemeinde zu solidarisieren. Der eigens aus Israel angereiste Tzvi Avisar, Präsident der Organisation "Over the Rainbow", lobte die Jüdische Gemeinde Bremen. Er habe eine warmherzige Gemeinde vorgefunden. Seine Organisation sei in 14 Ländern aktiv und Bremen sei ein bedeutender Standort. Tzvi Avisar beendete seine Rede mit der Botschaft, dass die Religionsgemeinschaften nur zusammen den Frieden herstellen könnten. Anschließend zündeten Bürgermeister Sieling, Elvira Noa, Rabbiner Teitelbaum, Tzvi Avisar, Renke Brahms und Mustafa Yavuz Kerzen an, die das Licht symbolisieren.

Service: Die Rede von Bürgermeister Dr. Carsten Sieling zum PDF-Download (pdf, 80.5 KB)- (Es gilt das gesprochene Wort!)

Fotos: Senatspressestelle