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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Bremer Oberschul-Schülerin im Schloss Bellevue ausgezeichnet

3. Platz beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten für Adiza Leonie Yacoubou

23.11.2017
Preisträgerin Adiza Leonie Yacoubou, jpg, 47.5 KB
Preisträgerin Adiza Leonie Yacoubou

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bremer Schülerin Adiza Leonie Yacoubou (Albert-Einstein-Schule) für einen hervorragenden Filmbeitrag im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet.. Als einziger Bremer Schülerin wurde ihr im Schloss Bellevue ein dritter Bundespreis verliehen.

Einfühlsam und mit viel Engagement setzt sich Adiza Leonie Yacoubou von der Oberschule Albert Einstein in Bremen-Osterholz in ihrem Beitrag mit dem Schicksal der Bremer Otto Kewitz und Franz Pieper auseinander, die als Zeugen Jehovas während der NS-Zeit verfolgt wurden. Dafür hat die Autorin Zeitzeugen und Experten befragt, die Forschungsliteratur ausgewertet, und die verfügbaren Quellen kritisch interpretiert. Abschließend wirft die Arbeit einen Ausblick auf die Erinnerungskultur nach 1945. "Ein inhaltlich wie filmisch sehr guter Beitrag", erklärt Jörn Brinkhus, Vorsitzender der Bremer Landes-Jury des Geschichtswettbewerbs: "Sogar die Filmmusik ist selbst komponiert!"

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten wird von der Körber-Stiftung in Hamburg ausgerichtet. In Bremen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Staatsarchiv Bremen bei ihren Arbeiten betreut. Das Bremer Staatsarchiv koordiniert auch die Arbeit der Landes-Jury.

Beim 25. Geschichtswettbewerb zum Thema "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte" beteiligten sich bundesweit mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche. Viele der 1.639 eingereichten Beiträge beschäftigen sich mit Ausgrenzung und Verfolgung aufgrund von Religionszugehörigkeit, dem Verhältnis zwischen Staat und Kirche oder religiösen Traditionen und Bräuchen. Ausgehend von der historischen Analyse stellten die Teilnehmer auch Bezüge zur Gegenwart her: "Die Jugendlichen plädieren dafür, Respekt und Toleranz gegenüber den verschiedenen Glaubensgemeinschaften und Religionen zu üben als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben", so Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Foto: privat