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Die Senatorin für Kinder und Bildung

2.500 zusätzliche Plätze in der Kindertagesbetreuung der Stadt Bremen

Senatorin Dr. Claudia Bogedan stellt Zahlen aus dem Status-Bericht II vor

07.06.2017

"Das ehrgeizige Kita-Ausbauprogramm des Senats greift, die massiven Anstrengungen lohnen sich. Im Laufe des Kindergartenjahres 2017/18 werden wir etwa 2.250 zusätzliche Plätze gegenüber dem Platzbestand von Januar 2017 geschaffen haben. Rund 1.100 davon in Mobilbauten, die aktuell in der Stadt entstehen – ein bislang beispielloser Kraftakt. Dennoch werden zu Beginn des Kitajahres nach derzeitigem Stand rechnerisch und gesamtstädtisch noch 123 Plätze für Unter-Dreijährige und 142 Plätze für Drei- bis Sechsjährige fehlen, weil nicht alle geplanten Plätze rechtzeitig fertig werden. Zudem werden weiterhin Kinder für die Tagesbetreuung in Krippen und Kitas angemeldet. Damit rechnen wir und stehen deshalb weiter auf dem Gaspedal und werden kontinuierlich Plätze schaffen", sagt Dr. Claudia Bogedan. Die Senatorin für Kinder und Bildung stellt damit Zahlen des Status-Berichtes II vor.

Platzangebot und Nachfrage in der Stadt Bremen

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Tagesbetreuungsplätze für Unter-Dreijährige / Krippe

Für Unter-Dreijährige werden zum Anfang des Kita-Jahres im August zunächst 5.503 Plätze zur Verfügung stehen. Das sind 645 Plätze mehr als im Januar 2017. Im Verlauf des Kita-Jahres kommen weitere 429 Plätze dazu, darunter in Gröpelingen (56), Huchting (30) Obervieland (48), Osterholz (58) und Vegesack (40). Zum Stichtag des Status-Berichtes II (30. April 2017) wurden 5.043 Kinder in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung aufgenommen. 583 wurden bei der Senatorin für Kinder und Bildung als unversorgt gemeldet und in die Vermittlung gegeben. Das heißt, zunächst werden für insgesamt 5.626 Krippenkinder Tagesbetreuungsplätze benötigt. "Diese Zahl wird weiter steigen. Wir haben die Erfahrungen gemacht, dass immer mehr Eltern ihre Kinder für einen Betreuungsplatz anmelden, sobald diese ein Jahr alt geworden sind", so Bogedan. Im Vergleich zum Vorjahr stehen mit 138 Kindern gegenüber 2016/17 mit 405 wesentlich weniger auf einer einrichtungsbezogenen Wartelisten. Das heißt, weniger Eltern haben sich auf eine bestimmte Kita festgelegt.

Tagesbetreuungsplätze für Drei- bis Sechs-Jährige / Kita

15.418 Betreuungsplätze stehen für Drei- bis Sechsjährige zum Anfang des Kita-Jahres zur Verfügung. Das sind 547 Plätze mehr als im Januar 2017. Im Verlauf des Kita-Jahres kommen weitere 628 Plätze dazu. Ein großer Teil davon bis zum Oktober, wenn die 3. Charge der Mobilbauten in Betrieb gehen kann. "Auch für die Drei- bis Sechsjährigen rechnen wir mit weiteren Anmeldungen, speziell in den förderbedürftigen Stadtteilen", sagt die Senatorin. Im Laufe des Kitajahres werden beispielsweise in Blumenthal (30), Gröpelingen (100) und Osterholz (120) Plätze für Kita-Kinder geschaffen. 109 Kinder stehen auf Wunsch der Eltern auf einer einrichtungsbezogenen Warteliste (2016/17 waren es 481).

Senatorin Bogedan weist daraufhin, dass in das derzeitige Angebot der Kindertagesbetreuung 270 Tagespflegeplätze eingerechnet sind, die in der Regel nicht vollständig belegt werden können. Außerdem stünden die neu geschaffenen Plätze unter dem Vorbehalt ausreichendes Personal zu haben. "Gemeinsam mit den Trägern arbeiten wir weiter an der Fachkräftegewinnung." Insgesamt gebe es noch einige Unsicherheiten dazu, ob die Plätze ausreichen werden. Die durch eine Anpassung von Rahmen- und Förderrichtlinien ermöglichte Kapazitätserweiterung von fünf Prozent in bestehenden Kindergartengruppen wird voraussichtlich zwar nicht ausgeschöpft aber dennoch gebraucht, um unter anderem flexibel auf die Nachfrage im Lauf des Kitajahres reagieren und möglichst allen Kindern einen Platz bieten zu können. Die mögliche zusätzliche Auslastung von Gruppen würde sich in den Stadtteilen je nach ihrer sozialen Belastung unterschiedlich auswirken. Betroffen könnten auch Einrichtungen sein, die schon heute vor besonderen Herausforderungen in Hinblick auf Sprachförderung, sozialen Problemen und fluchtbedingter Zuwanderung stehen. In die soziale Abfederung dieser Notmaßnahme werden daher rund 2,3 Millionen Euro investiert. Die Mittel werden unabhängig davon gewährt, ob die Einrichtungen bereits zusätzliche Kinder aufgenommen haben. Ziel ist es, die jahrelang nicht angepasste Ausstattung der besonders belasteten Einrichtungen perspektivisch zu verbessern.

Hortkinder
Das Hortangebot in Bremen umfasst 2.745 Plätze. Dem stehen 2.590 von Eltern bestätigte Anmeldungen gegenüber. Drei Kinder wurden der Behörde als unversorgt gemeldet, 67 Kinder stehen auf einrichtungsbezogenen Wartelisten. "Die Zahl der Hortplätze ist konstant geblieben. Dass Plätze frei sind, bedeutet nicht, dass der Bedarf nicht vorhanden ist. In der Regel sind das Einzelplätze, die nicht einfach in anderen Einrichtungen angeboten werden können. Hinzu kommt, dass die Nachfragesituation nicht exakt abgebildet wird, weil aktuell noch kein Abgleich zwischen Hortträgern und Ganztagsschuldaten möglich ist. Das müssen wir dringend ändern und in dem Bereich viel besser werden", räumt Bogedan ein.

Platzausbau seit 2010
Der Platzausbau für die Kindertagesbetreuung der Unter-Dreijährigen und Drei- bis Sechs-Jährigen hat innerhalb der Kita-Jahre 2016/17 und 2017/18 enorme Ausmaße erreicht. In den Kitajahren 2016/17 und 2017/18 werden wesentlich mehr Plätze geschaffen worden sein, als insgesamt in den Jahren davor.

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