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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Gute Chancen für neue Kooperationen / Wirtschaftsdeputation besuchte Sankt Petersburg

12.05.2009

„Eine hochinteressante Reise, die zahlreiche Anknüpfungspunkte aufgezeigt hat, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bremen und Sankt Petersburg auszubauen.“ Mit dieser gemeinsamen Einschätzung sind die Mitglieder der Deputation für Wirtschaft und Häfen und des Hafenausschusses von einer fünftägigen Delegationsreise nach Sankt Petersburg zurückgekommen. Die Delegation war begleitet worden von den Geschäftsführern der Terminal- und Logistikgruppe Eurogate, der bremenports und des JadeWeserPorts.


Im Mittelpunkt der Besuche und Gespräche stand die Hafenkooperation. Basis hierfür ist die Beteiligung von Eurogate an dem russischen Hafenbauprojekt in Ust Luga. Dort, 120 Kilometer nordwestlich von Sankt Petersburg, wird derzeit ein Containerterminal neu erbaut, mit dem auf die stark steigende Zunahme der Containertransporte über die Ostsee reagiert wird. Eurogate wird dort gemeinsam mit der russischen Gesellschaft NCC die Betreiberrolle übernehmen. Zugleich ist NCC Partner beim JadeWeserPort in Wilhelmshaven. Wirtschaftssenator Ralf Nagel: „Der Containerverkehr wird im russischen Außenhandel in den kommenden Jahren weiter deutlich an Bedeutung gewinnen. Deshalb ist es wichtig, die Möglichkeiten, die sich bieten, aktiv zu nutzen. Bremen hat hier sehr gute strategische Voraussetzungen.“ Als ein konkretes Angebot nahm die Delegation den Wunsch mit zurück, dass sich Bremen an der Entwicklung und dem Bau eines Inlandhafens beteiligt. Entsprechende Möglichkeiten sollen jetzt von bremenports geprüft werden.


Konkret verabredet wurde eine Beteiligung Bremens an der Deutschen Woche in Sankt Petersburg. Die Deutsche Woche, die eine Fülle von Möglichkeiten für den kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Gedankenaustausch bietet, wird jedes Jahr vom Deutschen Generalkonsulat veranstaltet. Senator Nagel: „Wir streben an, im Jahr 2011 einen Bremen-Schwerpunkt in das Programm zu integrieren. Hierzu werden wir eine enge Abstimmung mit anderen Akteuren in Bremen herbeiführen.“


Möglichkeiten zur Zusammenarbeit werden auch im Bereich Luft- und Raumfahrt gesehen. Dies wurde auch von Vertretern der Fakultät an der Universität Sankt Petersburg hervorgehoben. Vertreter der Universität wurden von der Bremer Delegation zu einer Veranstaltung über Containersicherheit eingeladen, die im September in Bremer Rathaus stattfindet.
Auch der Weltraumkongress COSPAR, der 2010 in Bremen stattfinden wird, bietet Möglichkeiten, die Zusammenarbeit Bremens und Sankt Petersburgs als Zentren der Raumfahrtforschung zu entwickeln.


Als Ergebnis eines Besuchs in der Handelskammer Sankt Peterburg bietet sich eine Zusammenarbeit im Bereich Automobilindustrie an. Sankt Petersburg hat sich zu einem Zentrum des Automobilbaus in Russland entwickelt. Insbesondere im Bereich der Zuliefererindustrie, so wurde anlässlich des Besuchs hervorgehoben, gibt es ein großes wirtschaftliches Potential, das bislang nicht ausgeschöpft wird.


Das umfangreiche Programm war in enger Kooperation mit dem Deutschen Generalkonsulat in Sankt Petersburg und Eurogate ausgearbeitet worden, die die Reise auch intensiv begleitete. Senator Nagel sprach dem Deutschen Generalkonsul stellvertretend für die Reiseteilnehmer seinen ausdrücklichen Dank aus. „Mit dieser Reise ist ein Grundstein für eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Bremen und Sankt Petersburg gelegt worden.“