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Erste Blaualgen in Bremer Badeseen gesichtet

31.07.2008

Nachdem in Niedersächsischen Seen in der letzten Woche bereits Blaualgen aufgetreten sind, haben sich quasi über Nacht in einigen Bremer Badeseen ebenfalls Blaualgen entwickelt. Betroffen sind nach den Erkenntnissen der Bremer Umweltbehörde der Unisee und der Waller Feldmarksee. Blaualgen sind mikroskopisch kleine Algen, die Stickstoff in ihren Zellen anreichern, dann an die Gewässeroberfläche aufsteigen, vom Wind verdriftet werden und sich an einer Stelle im See somit anreichern. Blaualgen scheiden ein Stoffwechselprodukt ab, das bei empfindlichen Menschen zu Unwohlsein führen kann, wenn diese zu viel Wasser beim Baden verschlucken.

Beim direkten Hautkontakt mit belastetem Wasser können Haut- und Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen, Bindehautentzündungen und Ohrenschmerzen auftreten. Das muss allerdings nicht sein. Eine größere Bedeutung kommt dem Verschlucken von belastetem Wasser zu.

Eine besondere Risikogruppe sind im Uferbereich der Badestelle spielende Kleinkinder im Krabbelalter. Aufgrund ihres Spielverhaltens und durch häufigen Hand-Mund-Kontakt können sie unbeabsichtigt größere Mengen Sand und Wasser aufnehmen. Sind blau-grüne Schlieren oder oliv-grüne Flocken sehen, sind diese Bereiche beim Baden zu meiden. Es sollte darauf geachtet werden, dass Kleinkinder jetzt nicht unbeaufsichtigt im Uferbereich spielen.

Ein Auftreten von Blaualgen hat aber nicht zur Folge, dass das Baden in den entsprechenden Seen komplett untersagt werden muss. Andere Badebereiche können frei von Blaualgen sein. Informationen zu Blaualgen finden sich auch im Internet auf unseren Badegewässerseiten (www.umwelt.bremen.de). Im Themenbereich Blaualgeninformationen kann u.a. ein Flyer herunterladen werden, der weitere Informationen und Bilder liefert. Dieser Flyer ist auch erhältlich an den DLRG-Stationen am Badesee. Im Internet oder durch den Ansagedienst (0421-361-5500) werden die Bürgerinnen und Bürger ferner aktuell über das Auftreten von Blaualgen informiert.