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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Im Sommer ins Stahlwerk

29.07.2008

Senator Nagel besucht Firmen des Industriesektors

Die Bremische Industrie stand am Montag, dem 28.7.2008 im Fokus der Sommertour vom Senator für Wirtschaft und Häfen, Ralf Nagel. Die Tour führte in den Bremer Industriepark, zu Airbus und zu einem Lenksäulenhersteller in Huchting. „Es ist nötig Bremer Industrieunternehmen wieder vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit zurückzuholen. Viele mittelständische Unternehmen arbeiten in diesem Bereich erfolgreich an der internationalen Spitze und sichern etliche Arbeitsplätze. Die Bremer Politik wird diesen Wirtschaftzweig in Zukunft aktiv begleiten“, so Senator Nagel.

Er spielt damit auf den Masterplan Industriepolitik an, der auf Anfrage der Koalitionsfraktionen der Bürgerschaft zurzeit im Wirtschaftsressort erarbeitet wird. Der Masterplan wird eine tragfähige Gesamtstrategie für den industriellen Sektor beinhalten und Handlungsbedarfe- und Handlungsstrategien sowie die Bedeutung und Entwicklungspotenziale der Bremer und Bremerhavener Industrie darlegen.


Im Bremer Industriepark, in dem unter anderem die Stahlwerke beheimatet sind, sind durch die Nähe zum Industriehafen insbesondere für exportorientierte Großanlagenhersteller gute Entwicklungsmöglichkeiten gegeben. Mit einer verstärkten Nachfrage nach diesem Standort wird nach der Fertigstellung der A281 und der B212n gerechnet. Beides sind wichtige Infrastrukturprojekte für den Standort. Zudem verstärkt AcelorMittal die Umweltschutzbemühungen am Standort weiter, so dass die Eisenstaubwolke bei der Stahlschmelze weiter zurückgeht und den Bremer Industriepark zusätzlich an Attraktivität gewinnt.


Neben den Stahlwerken wurden im Industriepark noch die Reiner Brach GmbH und die G. Theodor Freese GmbH&Co.KG besucht. Während sich die Brach GmbH um die Produktion von Stahlblechen mit einer Dicke von ca. 800mm kümmert und damit deutschlandweit führend ist, werden 90% der in Deutschland gebauten Schiffe mit einem Esstrich der Freese GmbH versorgt.Senator Nagel: „Innovative und investierende Unternehmen, attraktive Flächen und Unternehmen die sich klar zum Standort Bremen bekennen - auf dieser Grundlage können wir mit dem Masterplan aufbauen.“


Am Unternehmen Airbus kann jedoch auch erkannt werden, dass immer wieder neue Anstrengungen unternommen werden müssen, um einer Abwanderung von Arbeitsplätzen am Standort Bremen entgegen zu wirken. So ist es konsequent, erfolgreiche Entwicklungen möglichst direkt in die Produktionsketten am Standort einzubauen, um durch effizientere und technisch verbesserte Lösungen auch im Wettbewerb gegenüber Niedriglohnländern zu bestehen. Einen ähnlichen Weg geht dabei auch die in Huchting angesiedelte Firma ZF Lenksystem Nacam GmbH. Ebenfalls als Tochtergesellschaft in einem größerem Verbund agierend, versucht auch sie mit einer eigenen Entwicklungsabteilung vor Ort und einer effizienteren Produktions- und Lagerplanung den Standort im Konzern zu verbessern und für weitere PKW Hersteller attraktiv zu gestalten.