Sie sind hier:

Der Senator für Inneres und Sport

Pressemitteilung mit Foto Bremer Kriminalpolizei startet zentrale Anzeigenbearbeitung

02.05.2005

Innensenator Röwekamp: Wichtiger Baustein für die Umsetzung der Polizeireform

Alles neu macht der Mai – auch bei der Polizei: Mit Beginn dieses Monats vollziehen die Ermittler einen weiteren Schritt in der Umsetzung der Polizeireform: Die Einrichtung einer zentralen Stelle für die Anzeigensachbearbeitung bei der Kriminalpolizei. Ziel dieser Umstrukturierung ist die Optimierung von Arbeits- und Ermittlungsabläufen. Aufgabe der neuen Dienststelle "ZENTRAB" ist es, bestimmte Straftaten zentral, beschleunigt und abschließend zu bearbeiten.


Gemeint sind sind einfache Sachverhalte zu Delikten ohne Ermittlungsansatz und ohne Tatverdacht sowie einfache Sachverhalte zu Delikten mit Tat-verdächtigen, sofern eine büromäßige Bearbeitung möglich ist. Dazu gehören z.B. Beleidigung, Körperverletzung, Diebstahl, Beförderungserschleichung ("Schwarzfahren") und Sachbeschädigung. In der ZENTRAB werden pro Jahr voraussichtlich ca. 15.000 Vorgänge bearbeitet.



Innensenator Thomas Röwekamp besuchte zum Start der ZENTRAB bei der Bremer Polizei die Mitarbeiter der zentrale Anzeigenbearbeitung - hier im Gespräch mit dem Leiter der neuen Dienststelle, Kriminalhauptkommisar Ulrich Koenig, und der Projektverantwortlichen, Petra van Anken [Foto: Polizei Bremen].



Ausnahmen stellen dar: Die Tatverdächtigen sind Kinder, Jugendliche und Ausländer (mit Dolmetschererfordernis), es besteht der Verdacht einer Serienstraftat, Schwere und Kompliziertheit gebieten eine herkömmliche Sachbearbeitung, die Tat erregt öffentliches Aufsehen, die Tat erweckt besonderes öffentliches Interesse (z.B. Stalking) oder ist durch eine beson-dere kriminelle Energie geprägt sowie Haftsachen.


Innensenator Thomas Röwekamp bewertete den Start der ZENTRAB als wichtigen Baustein innerhalb der „neuen“ Bremer Polizei: "Die zentrale Anzeigenbearbeitung ist das Startsignal für die Umsetzung der Polizeistrukturreform auch bei der Kriminalpolizei. Sie verschlankt und beschleunigt Abläufe und bewirkt eine Qualitätssteigerung in der Sachbearbeitung für Staatsanwaltschaft, Polizei und Bürger. Die Polizeikommissariate werden von Massendelikten entlastet und damit in die Lage versetzt, zeitnaher und konzentrierter schwerere Kriminalitätsfelder zu bearbeiten“, erklärte der Senator am Montag (2. Mai) bei einem Gespräch in der neuen Diensstelle.


In der Startphase der ZENTRAB werden zwölf Mitarbeiter tätig sein, die vornehmlich aus den Polizeikommissariaten stammen. Leiter dieser neuen Dienststelle ist Kriminalhauptkommissar Ulrich Koenig.