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Der Senator für Inneres

Innensenator Röwekamp: „Die Bremer Polizei bleibt in den Stadtteilen präsent“

24.02.2004

Röwekamp erläutert gegenüber Gesamtbeirat Vorschläge für künftige Polizeistruktur

Achtung: Bitte Sperrfrist beachten: Dienstag (24. Februar) 17 Uhr!

„Die Polizei soll zur rechten Zeit am rechten Ort sein – die bürgernahe Polizeipräsenz in den Stadtteilen bleibt erhalten und wird ausgebaut,“ erklärte Bremens Senator für Inneres und Sport, Thomas Röwekamp, am heutigen Dienstag (24. Februar) während der Sitzung des Gesamtbeirats. Das Gremium, dem die Sprecher und stellvertretenden Sprecher der 22 Bremischen Ortsamtsbeiräte angehören, wurde auf Einladung des Innensenators „aus erster Hand“ über die Vorschläge für eine neue Organisationsstruktur der Polizei Bremen informiert. Röwekamp warb im Gesamtbeirat um Unterstützung des Projekts: Nicht Reduzierung oder Einsparung sei das Ziel der vorgestellten Strukturveränderungen, sondern die rund 2.500 Beamtinnen und Beamten der Bremer Polizei zukünftig effektiver, dass heiße bedarfsorientiert und mit möglichst gleichmäßiger Arbeitsbelastung einzusetzen, erläuterte der Senator.


„Alle heute vorhandenen Reviere bleiben als Standorte der bürgernahen Polizeiarbeit erhalten. Die Aufgaben, die an den Revieren erledigt werden, werden sich aber verändern,“ brachte der Innensenator die Auswirkungen der Vorschläge einer polizeiinternen Arbeitsgruppe für die Regionen auf den Punkt. Der Einsatz der Funkstreifenwagen soll von wenigen Standorten aus zentral erfolgen.

Die Standorte, von denen aus künftig kein Funkstreifenwageneinsatz mehr erfolgen wird, werden bedarfsorientiert geöffnet. „An verschiedenen Revieren betrifft dies die Öffnungszeiten in den Nachtstunden, denn die Polizei soll zu den Zeiten an den Orten sein, an denen der Bürger sie braucht,“ erklärte Röwekamp. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass dies zur Nachtzeit nicht unbedingt die Reviere seien. Wer die Hilfe der Polizei Nachts benötigt, wählt in der Regel die Telefonnummer 110 und geht nicht persönlich zu seinem Polizeirevier.

„Die Funkstreifenwagen und ihre Besatzungen lassen sich zudem in größeren Organisationseinheiten effizienter einsetzen. Durch die Zentralisierung des Streifenwageneinsatzes an weniger als den bisher 18 Standorten gewinnen wir Personal, um beispielsweise die Anzahl der Kontaktbereichtspolizisten (KOP´s) aufzustocken,“ erklärte Röwekamp den Zusammenhang. Zukünftig können mit dieser veränderten Struktur auch häufigere und intensivere Streifenfahrten flächendeckend gewährleistet werden.“


Bürgernahe Polizeiarbeit wird durch Kontaktbereichspolizisten erweitert

An allen bisherigen Revierstandorten wird es eine erweiterte bürgernahe Polizeiarbeit durch Kontaktbereichspolizisten (sog. KOP´s), regionale Kriminalitätsbekämpfung mit dem neuen Schwerpunkt Jugend-KOP, Jugendermittlungsdiensten und Intensivtäterdezernaten und den aus den Polizeiinspektionen zurückkehrenden regionalen Verkehrssachbearbeitern geben. Gerade die Arbeit der Verkehrssachbearbeiter in den Revieren war in den vergangenen Jahren den Ortsamtsbeiräten ein wichtiges Anliegen. Das bewährte und von den Bremerinnen und Bremern akzeptierte KOP-Modell wird insgesamt ausgebaut.


„Die vorgeschlagenen Strukturveränderungen bringen in der Summe mehr Polizisten auf die Straße, in die Region und zum Bürger,“ bilanzierte Senator Röwekamp und bat die Beiratssprecher abschließend, sich an einer sachlichen, die Innere Sicherheit der gesamten Stadt im Auge behaltenden Diskussion zur Zukunft der Bremer Polizei zu beteiligen. Ein detailliertes Gesamtkonzept mit konkreten Aussagen zur zukünftigen Ausrichtung der einzelnen Standorte soll bis Ende April vorliegen.