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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Senat gibt grünes Licht für Umbau des Klinikums Bremen-Mitte

30.08.2005

Gesundheitssenatorin Karin Röpke: Neustrukturierung im Interesse einer gesunden wirtschaftlichen Zukunft unabdingbar

Der Senat hat heute (30.08.2005) der Neustrukturierung des Klinikums Bremen-Mitte zugestimmt. Zur weiteren Prozessbegleitung und zur Vorbereitung weiterer Senatsentscheidungen wird auf Beschluss des Senats eine Steuerungsgruppe eingesetzt, der Vertreterinnen und Vertreter der Senatoren für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales (Vorsitz), Finanzen, Bau, Umwelt und Verkehr, Wirtschaft und Häfen sowie der Senatskanzlei, des Klinikums Bremen-Mitte und der Gesundheit Nord gGmbH angehören.


Gesundheitssenatorin Karin Röpke begrüßte die Entscheidung des Senats als weiteren Schritt, das Klinikum Bremen-Mitte in eine gesunde wirtschaftliche Zukunft zu führen. „Mit neuen Strukturen wollen wir eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleisten und das Klinikum für den Wettbewerb fit erhalten“, betonte die Senatorin.


Das Klinikum Bremen-Mitte soll bis zum Jahr 2010 organisatorisch und räumlich „runderneuert“ werden. Ein Großteil des Geländes wird verkauft, die vorhandenen Pavillonbauten werden durch einen großen Neubau ersetzt. Ab 2010 soll es nach den Vorstellungen des Managements keine Fachkliniken mehr geben, sondern problembezogene „Medizinische Kompetenzzentren“. Darin arbeiten Ärzte verschiedener Fachdisziplinen mit allen zur Versorgung der Patienten und Patientinnen notwendigen Berufsgruppen zusammen und verwirklichen damit eine optimale medizinische und pflegerische Behandlung. Um dieses Ziel zu erreichen soll die jetzt vorhandene Pavillonbauweise des Klinikums, die unwirtschaftlich ist, durch eine kompakte Baustruktur ersetzt werden. In einem sogenannten Masterplan, der vom Klinikum mit Unterstützung von Beraterfirmen erarbeitet wurde, sind die einzelnen Realisierungsschritte aufgeführt. Danach wird sich die jetzige Grundstücksfläche um etwa 40 Prozent verringern. Die nicht mehr benötigte Fläche samt Gebäuden soll an Anbieter aus dem Gesundheitsbereich verkauft oder anderweitig – etwa für den Wohnungsbau – verwertet werden.


Die Zahl der vollstationären Betten verringert sich von knapp 1000 auf 750 Betten. Ein Großteil der jetzt vorhandenen Gebäude wird abgerissen.


Finanziert werden soll der Umbau auf der Basis eines Darlehens, dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden sowie durch das PPP-Modell (Public Private Partnership). Bei diesem Modell wird ein privater Partner Dienstleistungen des Klinikums übernehmen, beispielsweise die Hauswirtschaft und das Management der Gebäude und der technischen Geräte. Um zu gewährleisten, dass diese Bereiche im Interesse des Krankenhauses geführt werden, soll das Klinikum Bremen-Mitte 51 Prozent der Anteile halten, während der Kooperationspartner 49 Prozent erhält.