Sie sind hier:

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Übergangswohnheim in der Peenemünder Straße wird aufgegeben

05.08.2004

Asylbewerber und Flüchtlinge erhalten andere Unterkünfte

Das Übergangswohnheim für Asylbewerber und Flüchtlinge in der Peenemünder Straße in Burglesum mit 280 Plätzen wird schrittweise bis Ende März 2005 aufgegeben. Das hat Dr. Arnold Knigge, Staatsrat bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, heute (5. August 2004) angekündigt.


Möglich wird dies nach den Worten von Dr. Knigge dadurch, dass bundesweit und somit auch in Bremen die Zuwanderer-Zahlen ständig zurückgehen. Das Sozialressort habe sich deshalb nach eingehender Prüfung und Abwägung der sozialpolitischen und wirtschaftlichen Aspekte zu dem Schritt entschlossen, eine der ältesten und größten Einrichtungen zu schließen.


Die jetzt in fünf ehemaligen Kasernen-Gebäuden in der Peenemünder Straße wohnenden Asylbewerber und Flüchtlinge sollen in enger Zusammenarbeit mit der Bremischen Gesellschaft anderweitig untergebracht werden. Dabei, so Staatsrat Dr. Knigge, werden selbstverständlich soziale Gesichtspunkte berücksichtigt.


Bis Ende des laufenden Jahres wird ein Platzbedarf für Asylbewerber und Flüchtlinge in der Stadt Bremen von 1302 prognostiziert. Dies bedeutet, dass auf 320 Plätze verzichtet werden kann. Bei der Anpassung habe man sich auch deshalb für die Aufgabe der Wohneinrichtungen in der Peenemünder Straße entschieden, so Dr. Knigge, weil sie mit viel Geld saniert werden müssten. Die Sanierung der Gebäude würde rund 1,4 Millionen Euro kosten. Vorgesehen ist, die Gebäude bis Ende März 2005 an das Bundesvermögensamt zurück zu geben. Damit kann auch eine Neustrukturierung der Flächen positiv beeinflusst werden.


Im Jahr 2002 hatten noch rund 71.000 Personen einen Erstantrag auf Asyl in der Bundesrepublik gestellt. 2003 ist die Zahl der Anträge auf rund 50.000 zurückgegangen. Im laufenden Jahr wird diese Zahl voraussichtlich nochmals um circa 10.000 bis 15.000 Personen unterschritten. Das Land Bremen muss aufgrund des gesetzlichen Verteilungsschlüssels ein Prozent der asylsuchenden Personen aufnehmen. In der Stadt Bremen gibt es derzeit für sie 19 Wohn-Einrichtungen.