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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Bremens Gesundheitssenatorin Hilde Adolf starten Mammographie-Screening-Projekt


26.07.2001

Mit einem gemeinsamen Empfang im Hause der Bremischen Bürgerschaft zum Start des Mammographie-Screening-Programms haben heute (26. Juli 2001) Bremens Senatorin für Gesundheit, Hilde Adolf, die Kassenärztliche Vereinigung Bremen und die Bremer Krankenkassen die Bedeutung dieses Modellprojekts unterstrichen. Zu den Gästen und Rednerinnen gehörte auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.


In ihrer Begrüßungsansprache betonte Bremens Gesundheitssenatorin Hilde Adolf, dass die Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten (dies sind Mammographie, Selbstuntersuchung und ärztliche Tastuntersuchung) verbessert werden müsse. Dafür sei neben einer zahlenmäßig hohen Beteiligung der Frauen auch höchste Untersuchungs- und Beurteilungsqualität erforderlich. Die Senatorin: "Wir müssen gemeinsam alle Anstrengungen darauf richten, dass die Früherkennung optimiert wird und ich freue mich, dass wir das Mammographie-Screening jetzt in Bremen starten können."


Der Leiter des Mammographie-Screening-Zentrums, Dr. Hans Junkermann, unterstrich: "Das Mammographie-Screening stellt sicher, dass das Versprechen an die Frauen, die Heilungschancen bei Brustkrebs zu verbessern, auch eingehalten wird."


Das Bremer Mammographie-Screening-Programm ist ein gemeinsames Modellprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen und der Bremer Krankenkassen.


Durch die Mammographie (Röntgenuntersuchung) können sehr kleine Krebsherde frühzeitig erkannt werden. Dadurch verbessern sich die Behandlungsmöglichkeiten und somit auch die Chancen auf Heilung. Eingeladen zum Screening werden alle Bremerinnen, die zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, da in dieser Altersgruppe der Nutzen die möglichen Nachteile überwiegt. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos, die Kosten tragen die Krankenkassen. Beratung für die eingeladenen Frauen bieten unter anderen die Bremer Krebsgesellschaft und das Bremer Frauen-Gesundheitszentrum an.


Die Röntgenaufnahmen werden in der Screening-Praxis in der Knochenhauerstraße 15 gemacht. Jede Aufnahme wird im Screening-Zentrum, das beim Zentralkrankenhaus St.-Jürgen-Straße angesiedelt ist, von zwei besonders geschulten niedergelassenen Ärztin-nen/Ärzten unabhängig von einander beurteilt (Doppel-Befundung). An der weiteren Abklärung und gegebenenfalls Therapie beteiligen sich fünf Bremer Frauenkliniken.


Das gesamte Bremer Verfahren ist mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz abgestimmt.


Modellprojekte gibt es zunächst in Bremen, Wiesbaden und in der Weser-Ems-Region. Dabei sollen Erfahrungen mit dem Aufbau des Programms, der dafür notwendigen Organisation und der Qualitätssicherung gesammelt werden. Sind diese Projekte erfolgreich, soll das Mammographie-Screening bundesweit eingeführt werden.