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Die Senatorin für Finanzen

Pressemitteilung mit Foto Staatsrat Lühr: „Wir bringen den Amtsschimmel auf die Datenautobahn“

30.11.2006

Bremen und der Bund federführend für die Standardisierung im E-Government – Heute bundesweite Auftaktveranstaltung im Bremer Rathaus

Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung durch elektronische Datenübermittlung effizienter, bürgerfreundlicher und kostengünstiger gestalten zu können – dies ist das Ziel des E-Government. Bremen ist in der Bundesrepublik seit langem Vorreiter in diesem Bereich. Jetzt wurde Bremen gemeinsam mit dem Bund auch offiziell die Federführung für den Bereich „Standardisierung“ im Rahmen des „Deutschland Online Aktionstages“ übertragen. Dazu fand heute die Auftaktveranstaltung in Bremen, der heimlichen E-Government-Hauptstadt, statt. Zur Eröffnung sprachen Staatsrat Hans-Henning Lühr vom Senator für Finanzen und Staatssekretär Johann Hahlen aus dem Bundesinnenministerium.


Sie wollen den Amtsschimmel gemeinsam auf die Datenautobahn bringen: Hans Kauper von BITKOM, IT-Direktorin Gisela Schwellach vom Senator für Finanzen, Staatssekretär Johann Hahlen aus dem Bundesinnenministerium und Staatsrat Hans-Henning Lühr zum Abschluss der Auftaktkonferenz von „Deutschland Online“ im Bremer Rathaus.
Foto (honorarfrei): Finanzressort


Bremen engagiert sich seit dem Gewinn des MEDIA@Komm-Städtewettbewerbs im Jahre 1998 erfolgreich für die Entwicklung von Standards für die Datenübermittlung im E-Government. Dieser Aufgabe widmet sich die beim Senator für Finanzen etablierte OSCI-Leitstelle. Sie hat den Standard OSCI-Transport erarbeitet, der die sichere Datenübermittlung zwischen Bürgern, Behörden und der Privatwirtschaft über das Internet erlaubt. Ferner hat sie mit OSCI-XMeld den derzeit wichtigsten Fachstandard im E-Government zur Verfügung gestellt. Nach diesen Vorbildern werden derzeit viele Standardisierungsprojekte durchgeführt.

Damit dies in geordneten Bahnen verläuft, haben Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten mit „Deutschland Online“ eine gemeinsame Strategie für ebenenübergreifendes E-Government verabredet. Der dafür verabschiedete Aktionsplan benennt verbindliche, einheitliche Standards für den Datenaustausch als eine unverzichtbare Voraussetzung für die elektronische Abwicklung von Geschäftsprozessen der Verwaltung. Damit die Entwicklung solcher Standards koordiniert betrieben wird, haben der Bund und Bremen gemeinsam die Federführung des Deutschland Online-Vorhabens „Standardisierung“ übernommen.

Staatsrat Hans-Henning Lühr, stellvertretender Vorsitzender von Deutschland Online, der bei der Auftaktveranstaltung im Bremer Rathaus die Ziele darstellte: „Wir bringen den Amtsschimmel auf die Datenautobahn. Mit anderen Worten: Uns geht es darum, dass wir eine Infrastruktur für die Standardisierung bereitstellen, die eine echte Hilfe für laufende und kommende Projekte bildet.“ Staatssekretär Johann Hahlen vom Bundesinnenministerium ordnete das Vorhaben in die Programmatik der Bundesregierung ein. Für den IT-Branchenverband „BITKOM“ (Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V.) stellte Hans Kauper die Sichtweise der Industrie und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit dar. Dabei wurde auch erläutert, dass im Rahmen des Projektes ein Beirat gebildet werden soll, in dem die Wissenschaft und die Privatwirtschaft vertreten sind. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden zwei Berichte aus laufenden Standardisierungsprojekten vorgetragen.