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Die Senatorin für Finanzen

Bürgermeister Perschau zum Kongreß "Polen und Deutsche gemeinsam in Europa"

28.04.2000

"Deutsche und Polen müssen gemeinsam die Probleme der EU-Erweiterung bewältigen"

Zur Vorstellung des Kongreßprogramms erklärte Bürgermeister Hartmut Perschau, der auch Sprecher des Beirats der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremen ist:

"Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen (DPG) wird in diesem Jahr den IX. Kongreß der Deutsch-Polnischen und der Polnisch-Deutschen Gesellschaften ausrichten. Eine Vielzahl hochrangiger und kompetenter Redner und Gesprächspartner haben sich angesagt, dementsprechend groß ist das Interesse aus Polen und Deutschland an diesem Kongreß. Damit wird Bremen in den internationalen Blickpunkt gerückt. Ich sehe dies auch als Auszeichnung für die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen an, die vor 25 Jahren gegründet wurde und damit die älteste ihrer Art ist.

Das Thema des Kongresses "Polen und Deutsche gemeinsam in Europa - Wir bauen ein gemeinsames Europa" ist von hoher Aktualität und ebensolcher Brisanz. Die Erwartungen, die in Polen an die Erweiterung der Europäischen Union geknüpft werden, sind hoch. Ebenso hoch ist der grundlegende Reformbedarf in der EU und den Beitrittsländen, der vor einer Erweiterung abgearbeitet werden muß. In welchem Zeithorizont diese Hürden genommen werden ist ungewiß – umso wichtiger ist es, daß sich Deutsche und Polen gemeinsam und mit großer Sorgfalt an die Bewältigung der vor einer EU-Erweiterung stehenden Probleme machen und ihnen nicht aus dem Weg gehen. Der Kongreß wird sich daher mit einzelnen Themen intensiv auseinandersetzen: Dazu gehören die Integration in die europäische Sozialpolitik ebenso wie Frage nach dem spezifischen Beitrag Polens und Deutschlands im gemeinsamen Europa oder die Erfahrungen mit Polnisch-Unterricht an deutschen Schulen.

Ich hoffe, dass der Kongreß mit seinen rund 400 Teilnehmern den deutsch-polnischen Dialog auf allen Ebenen bereichern und weiterführen wird. Die Aufgaben, die im zusammenwachsenden Europa vor uns liegen, machen das offene Gespräch jedoch notwendiger denn je."