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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Projekt "Q-Prozess" für die Qualitätsverbesserung an Schulen - Unternehmensverbände und Bildungssenator vereinbaren Bildungsinitiative

05.12.2002

Der Senator für Bildung und Wissenschaft und die
Unternehmensverbände im Lande Bremen e.V. teilen mit:

Die Unternehmensverbände im Lande Bremen wollen sich daran beteiligen, die Schulen bei ihren Bemühungen um Qualitätsverbesserung zu unterstützen. Bildungssenator Willi Lemke und der Präsident der Unternehmensverbände im Lande Bremen, Ingo Kramer, haben vereinbart, einen Qualitätsverbesserungsprozess (QVP) zu initiieren, den die Schulen selbständig gestalten und umsetzen können, und sie dafür entsprechend vorzubereiten und auszustatten. Das Projekt ist auf eine Dauer von vier Jahren angelegt und soll rund ein Drittel aller allgemeinbildenden Schulen in Bremen und Bremerhaven erreichen.


„Um die Qualität von Schulen zu messen und zu verbessern, sind klare und verbindliche Qualitätsstandards unerlässlich. Schulen brauchen Instrumente, um ihre Leistungen überprüfen und bewerten zu können und daraus Verbesserungen der Schulqualität einleiten zu können,“ so der Senator für Bildung und Wissenschaft, Willi Lemke.


Hier setzt das Projekt „Q-Prozess“ an, das vom Senator für Bildung und Wissenschaft und den Unternehmensverbänden im Lande Bremen getragen und in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft umgesetzt wird.

Die am Projekt teilnehmenden Schulen – eingebunden sind alle Schularten von der Grundschule bis zum Gymnasium – werden intensiv bei der Initiierung und Umsetzung des QVP durch Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen unterstützt.


„Dabei kommt es der Wirtschaft darauf an, dass die Projektschulen mit Unternehmen aus der Region kooperieren, denn die Schulen sollen gemeinsam mit den Unternehmen ein Netzwerk bilden, um von den Erfahrungen der Wirtschaft mit Qualitätsverbesserungsprozessen zu profitieren. Die Unternehmensverbände haben sich bereit erklärt, dafür auch die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen und die Verantwortung in Zusammenarbeit mit der Bildungsbehörde zu übernehmen,“ erklärte Ingo Kramer, der Präsident der Unternehmensverbände. „Wir werden dafür rund eine Dreiviertelmillion Euro aufwenden“, so Kramer.


Ein wesentliches Ziel des Projektes ist es, über die Projektschulen hinaus weitere Schulen in den QVP einzubinden. Dazu werden die Projektschulen zusätzlich als Berater und Multiplikatoren ausgebildet, um weitere Schulen in ihrer Region für den QVP zu motivieren. Auf diesem Weg soll ein Schneeballsystem entstehen, das eine breite Wirkung möglich macht. Die Grundlagen dafür wurden gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Schulleiterverbände Deutschlands (ASD), der Bundesvereinigung der Oberstudiendirektoren (BDK), der Konferenz der Schulräte Deutschlands (KSD) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) erarbeitet.