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Die Senatorin für Finanzen

"Klimaschutz entlastet die Umwelt und den Bremer Haushalt"

Finanzsenatorin Karoline Linnert legt zweiten Energiebericht vor

24.10.2017

Bremens Finanzsenatorin Karoline Linnert hat am heutigen Dienstag, (24.10.2017) dem Senat den zweiten "Energiebericht für die öffentlichen Gebäude der Stadtgemeinde Bremen und die Landesgebäude der Freien Hansestadt Bremen" vorgelegt. "Klimaschutz ist eine der zentralen globale Aufgabe unserer Zeit, zu der wir hier in Bremen auf lokaler und Landesebene unseren Beitrag leisten wollen", sagt die Finanzsenatorin, bei der auch die Fachaufsicht für die "Immobilien Bremen AöR" liegt.

Konkretes Ziel zum Klimaschutz ist es, die CO2-Emissionen im Land Bremen (ohne Stahlindustrie) bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Das Bremische Klimaschutz- und Energiegesetz vom März 2015 orientiert sich darüber hinaus an dem Leitziel, die Treibhausgasemissionen der Industrieländer bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Ein wichtiger Bremer Beitrag zum Klimaschutz sind Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes an und in öffentlichen Gebäuden. Der zweite Energiebericht dokumentiert die in den Jahren 2015 und 2016 durchgeführten bzw. abgeschlossenen Programme und Projekte (vgl. Anhang). Der Bericht stellt transparent dar, wo Bremen seinen CO2-Ausstoß reduziert hat und in welcher Höhe die Kosten für die Strom- und Wärmeversorgung Stromkosten gesenkt werden konnten.

"Wenn wir erfolgreich sind im Energiesparen, gewinnt Bremen gleich mehrfach", sagt Finanzsenatorin Karoline Linnert. "Wir entlasten damit die Umwelt und mittel- bis langfristig auch den Bremer Haushalt, weil wir für weniger verbrauchten Strom und weniger verbrauchte Heizenergie auch weniger bezahlen müssen. Außerdem profitiert von energetischen Sanierungen auch noch die Bremer Wirtschaft, wenn ortsansässige Betriebe unsere öffentlichen Aufträge übernehmen können", betont Linnert.

"Wir müssen feststellen, dass es gesellschaftliche Situationen gibt, die ein kontinuierliches Einsparen nicht zulassen", stellt die Senatorin fest. "Durch die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen vor allem im Jahr 2015, ist der dortige Energieverbrauch und damit auch die Kosten gestiegen."

Trotzdem ist die Stadtgemeinde Bremen beim Energiesparen auf einem guten Weg: Nachdem Bremen bereits zweimal mit dem Euopean Energy Award in Gold ausgezeichnet worden ist, soll 2017 ein erneutes internes Audit hierzu erfolgen, um 2018 zum dritten Mal die Zertifizierung in Gold zu erreichen.

Beispiele aus den verschiedenen Bereichen der Energieeinsparung bzw. der CO2-Reduzierung:

Klimaschutzinvestitionen:
Erstmals im Haushalt 2016/2017 hatte die bremische Bürgerschaft 0,5 Mio. Euro als frei nutzbare Mittel für Klimaschutzinvestitionen eingeplant. Aus diesen Mitteln können in drei Kindertageseinrichtungen Heizkessel erneuert werden (Kosten insgesamt;: rund 116.000 Euro).

Außerdem wird noch in diesem Jahr damit begonnen, an diversen Schulen alte Kühlschränke, Waschmaschinen und Trockner, so genannte "Weißware", auszutauschen, ko-finanziert vom Bund. Von insgesamt 1.421 vorhandenen Geräten sind 240 Kühlgeräte, 53 Waschmaschinen und 19 Trockner aus Energieeffizienzgründen für einen möglichen Austausch identifiziert worden.
Weitere Klimaschutzinvestitionen sind eine Dachbegrünung an der Oberschule Hermannsburg (51.000 Euro) und eine LED-Beleuchtung für die Dauerausstellung im Überseemuseum (27.000 Euro).

Energiespar-Contracting:
Nachdem das Energiespar-Contracting an Bremer Schulen schon seit 2009 stattfindet und in den Jahren 2010, 2011 und 2014 das Polizeipräsidium in der Vahr, das Haus des Reichs (Sitz der Senatorin für Finanzen) und die Polizei am Niedersachsendamm hinzugekommen sind, hat sich im Jahr 2015 auch die Universität Bremen auf den Weg gemacht. Viele, der vorgeschlagenen Maßnahmen befinden sich mittlerweile in der baulichen Umsetzung.

Energetische Sanierung und Neubauten:
Im Jahr 2015 wurden insgesamt sieben Projekte mit einem energetischen Sanierungsanteil, der mehr als 100.000 Euro beträgt, beendet. Diese Sanierungen betreffen vor allem Fassaden, Fenster Dächer und Heizungstechnik, überwiegend an Schulen.

2016 wurden insgesamt zehn Maßnahmen mit einem energetischen Anteil umgesetzt, sieben davon mit einem energetischen Anteil deutlich über 100.000 Euro. Auch im Jahr 2016 handelte es sich um Sanierungen von Fenstern, Fassaden, Dächern und Heizungen, 9 der 10 Projekte wurden an Schulen realisiert, eine Maßnahme in einer Kindertageseinrichtung.

Lieferverträge Ökostrom:
Durch Abschluss von Rahmenverträgen zur Öko-Stromlieferung hat Bremen im Jahr 2015 bilanziell ca. 60.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Mehrkosten für Ökostrom lagen bei 122.000 Euro brutto.

Aufgrund gesunkener Strompreise hatte der Senat beschlossen, diesen Rahmenvertrag zum 31.12.2016 zu kündigen und neu auszuschreiben. Immobilien Bremen als zentraler Einkäufer hat für die Jahre 2017 und 2018 einen Vertrag zur Versorgung mit Ökostrom abschließen können, demgemäß Bremen bilanziell 68.000 Tonnen CO2 pro Jahr einspart. Die Mehrkosten für Ökostrom haben sich durch diesen neuen Vertrag mehr als halbiert auf 54.000 Euro brutto.

Im Download:
Der Energiebericht für die öffentlichen Gebäude der Stadtgemeinde Bremen und die Landesgebäude der Freien Hansestadt Bremen – Bericht für die Jahre 2015 und 2016 zum PDF-Download (pdf, 1 MB)