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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Senat beschließt Bäderkonzept - Finanzierung der Investitionen in Höhe von 39 Millionen Euro soll bis 2022 laufen

12.09.2017

Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat in seiner heutigen Sitzung (12. September 2017) das Bäderkonzept mit einem Bauvolumen von bis zu 39 Millionen Euro beschlossen. Vorbehaltlich der erforderlichen Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers können damit die Bauarbeiten im Anschluss an die Freibadsaison 2018 in Horn beginnen und unter günstigen Voraussetzungen bereits im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. Die Bauarbeiten im Waller Westbad sollen nach derzeitigen Planungen in den Sommerferien des Jahres 2019 beginnen und ebenfalls nach 20 bis 24 Monaten beendet werden.

"Mit diesem Beschluss will der Senat dem Schwimmsport in Bremen dauerhaft seine 50-Meter-Bahnen und ein wettkampfgeeignetes Bad sichern", sagte Sportsenatorin Anja Stahmann. Außerdem solle sich die Struktur der Badelandschaft für Freizeitschwimmerinnen und -schwimmer verbessern: "Durch die Kombination von Hallen- und Freibad in Horn werden wir künftig unsere Wasserflächen unter freiem Himmel flexibler nutzen können." Ein isoliertes Freibad lasse sich bei wechselhaftem Wetter zu Beginn und zum Ende der Badesaison kaum bewirtschaften. In Kombination mit einem Hallenbad sei aber stets Personal vor Ort, das an warmen Tagen beide Bäder parallel betreiben könne. "Damit ist das Bäderkonzept eine wichtige qualitative Verbesserung der Bremischen Bäderlandschaft", hob die Senatorin hervor.

Während der Freibadbereich des sanierungsbedürftigen Westbades in Walle (Baujahr 1972) unverändert bleibe, solle der Hallenbereich abgerissen und anschließend auf einem neu zugeschnittenen Grundriss wieder aufgebaut werden. Erst anschließend werde das marode Uni-Bad schließen, das zuletzt in der Badesaison 2015/2016 mit über einer Million Euro ertüchtigt werden musste, damit es im August vergangenen Jahres wieder in Betrieb gehen konnte.

Die Hallenbäder in Horn und Walle sollen, angelehnt an Niedrigenergiehäuser, nach energetisch hohen Standards gebaut werden. "Über die gesamte Betriebsdauer von mehreren Jahrzehnten machen die reinen Investitionskosten nur 25 Prozent der Gesamtkosten eines Bades aus", sagte Sportsenatorin Stahmann. "Es lohnt sich also, Energieeffizienz von vornherein mitzudenken."

Die finanziellen Aufwendungen für die Baumaßnahmen des Bäderkonzepts in Höhe von 39 Millionen Euro fließen zum größten Teil in den Neubau des Sportbades Horn mit den geplanten zehn 50-Meter-Bahnen. 19,5 Millionen Euro sind für die Halle eingeplant, und 4,6 Millionen für den grundlegenden Umbau des abgängigen Freibades, für den ein umfassendes Bürgerbeteiligungsverfahren den gestalterischen Rahmen gesetzt hat. Die künftige Verkehrsanbindung über die Spittaler Straße – statt wie bisher über den Helmer – und die Umgestaltung des Bad-Vorplatzes sollen weitere 1,2 Millionen Euro kosten. Das Geld soll nach dem heutigen Senatsbeschluss in unterschiedlich großen Tranchen bis zum Jahr 2022 in die Haushalte eingestellt werden. Im Doppelhaushalt 2018/2019 sieht der Senat 7,5 Millionen Euro vor. Die endgültigen Entscheidungen über diese Finanzierung fallen im Haushalts- und Finanzausschuss sowie mit den Haushaltsbeschlüssen der Bremischen Bürgerschaft.

Der Neubau des Waller Westbades wird mit 13,7 Millionen Euro kalkuliert. Darin enthalten ist auch die Fassadensanierung der im selben Gebäude befindlichen Eissporthalle. In die Immobilie sollen Passivhausfenster eingebaut werden sowie eine Lüftungswärmerückgewinnung. Die Abwärme aus den Kompressoren für die Eislauffläche soll zudem das Bad mit heizen. Insgesamt rechnen Techniker im Waller Bad mit einer Energieeinsparung von 75 Prozent gegenüber dem jetzigen Standard.

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