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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Senatorin Stahmann verabschiedet Mitglieder des Bremer Rates für Integration

29.08.2017

Die dritte Amtszeit des Bremer Rates für Integration (BRI) neigt sich dem Ende zu. Aus diesem Anlass verabschiedete Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten Silke Harth die Mitglieder des Rates feierlich im Namen des Senats im Kaminsaal des Rathauses.

Rund 50 Gäste, darunter 30 Mitglieder und Stellvertretende des aktuellen Rates waren am gestrigen Montag erschienen, um auf die vergangenen vier Jahre zurückzublicken. „Der Bremer Rat für Integration ist ein wichtiger Partner und ich danke allen für ihr Engagement in den letzten vier Jahren“, so die Senatorin bei der Verabschiedung derjenigen, die in der kommenden Amtszeit nicht mehr dabei sein werden. Senatorin Stahmann betonte: „Seit 2015 haben wir in der integrationspolitischen Debatte eine erhebliche Fokussierung auf die Flüchtlingsintegration erlebt. Angesichts der vielen Geflüchteten hier in Bremen war dies auch notwendig. Aber wir wissen: Integrationsarbeit ist weit mehr als Flüchtlingsintegration. Es ist gut, dass der Bremer Rat für Integration dies in den öffentlichen Debatten immer wieder anmahnt und durch seine Beiträge oder Veranstaltungen in Erinnerung ruft.“

Verabschiedung der Mitglieder des Bremer Rates für Integration
Verabschiedung der Mitglieder des Bremer Rates für Integration

Der Bremer Rat für Integration, der 2005 als überparteiliches und zivilgesellschaftliches Gremium gegründet wurde, hat auch in den letzten vier Jahren die migrationspolitischen Debatten Bremens mitgestaltet:
So leistete der Rat zusammen mit der Bürgerstiftung Bremen 2016 einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung haupt- und ehrenamtlich Engagierter in Bremen durch den „Markt der Möglichkeiten“ mit über 100 Organisationen. Zum Themenfeld Abschiebung bezog der Rat klare Position, indem er sich offensiv und im Sinne der Betroffenen gegen Abschiebungen im Winter und Abschiebungen nach Afghanistan aussprach.

Seiner Aufgabe der interkulturellen Vermittlung auch brisanter Themen kam der Rat beispielsweise mit dem Projekt „Ist nackt schlimm?“ im Schuljahr 2013/2014 nach. Bei diesem vom Innenministerium des Bundes geförderten Projekt setzten sich rund 100 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Ost (GSO) mit den Themen „Nacktheit“ und „Körperlichkeit“ auseinander. Sie diskutierten im Unterricht ihre unterschiedlichen Sichtweisen und Einstellungen am Beispiel von Figuren des Bildhauers Gerhard Marcks. Neben vielen Gesprächen – auch in den Familien der Schülerinnen und Schüler - war eine Ausstellung von Schülerarbeiten im Gerhard-Marcks-Haus Ergebnis dieses Projektes.
Zum Aufgabenfeld der interkulturellen Öffnung von Behindertenverbänden und Beratungsstellen lud der Bremer Rat für Integration zusammen mit dem Landesbehindertenbeauftragten zu einer Tagung im Februar 2015 in die Bremische Bürgerschaft.

Die Arbeit des Bremer Rates für Integration wird von der Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport unterstützt. Die Bremische Bürgerschaft und die Landesregierung haben den Bremer Rat für Integration ins Leben gerufen, um mit Hilfe dieses Gremiums die Voraussetzungen für eine möglichst schnelle und weitgehende Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern zu verbessern. Dazu werden alle vier Jahre Bremer und Bremerhavener Expertinnen und Experten gewählt, die - mit oder ohne Migrationshintergrund - aufgrund ihrer migrationspolitischen Erfahrungen in unterschiedlichen Berufszweigen und Communities die Integrationspolitik des Landes Bremen voranbringen können. Zwar hat der Rat kein politisches Entscheidungsrecht; es entspricht jedoch der erklärten Praxis des Senats, die Vorschläge aus dem Rat bei so weit wie möglich zu berücksichtigen.

Der neue Bremer Rat für Integration wird sich am 13. September 2017 konstituieren, um in seine vierte Amtsperiode einzutreten.

Foto: Pressereferat, Die Senatorin für Soziales, Frauen, Jugend, Integration und Sport.