Sie sind hier:
  • Staatsrätin Emigholz: "Weichen für die Zukunft der VHS gestellt"

Der Senator für Kultur

Staatsrätin Emigholz: "Weichen für die Zukunft der VHS gestellt"

Deputation beschließt inhaltliche und finanzielle Weiterentwicklung des Eigenbetriebs

26.11.2013

Eine runderneuerte Programmstruktur, ein zielgerichtetes Marketing und eine verbesserte interne Steuerung – das sind die Kernpunkte des Zukunftskonzepts für die Bremer Volkshochschule (VHS), das am heutigen Dienstag, 26. November 2013, vom Senat, vom Haushalts- und Finanzausschuss und von der Kulturdeputation beraten und beschlossen wurde.

"Unser Ziel ist es, diesen für Bremen so wichtigen Eigenbetrieb der kulturellen Bildung fachlich-inhaltlich wie wirtschaftlich zukunftssicher zu positionieren", so Carmen Emigholz, Staatsrätin beim Senator für Kultur. Daher hat die VHS in Absprache mit dem Senator für Kultur das seit 2009 laufende Konsolidierungskonzept weiterentwickelt. Staatsrätin Emigholz: "Die VHS muss eine Weiterbildungseinrichtung bleiben, die auch weiterhin bezahlbare Kurse für alle lernbegierigen Menschen anbietet und sich gleichzeitig veränderten Anforderungen wie einem erhöhten Bedarf an Integrationskursen oder zunehmender Digitalisierung stellt. Dafür haben wir jetzt die Weichen gestellt".

Im Jahr 2009 stimmten die politischen Gremien dem von der damaligen VHS-Leitung erarbeiteten Konsolidierungskonzept für die VHS zu. In der Folge konnte die wirtschaftliche Lage der VHS Schritt für Schritt verbessert werden. Allerdings wurde dieser Prozess in der Folge durch den Weggang des VHS-Leiters erschwert. Mit Dr. Sabina Schoefer übernahm 2011 eine erfahrene Fachkraft die Direktion des Hauses. Gemeinsam mit den Beschäftigten unterzog die neue Leitung die bisherigen Säulen des Konsolidierungskonzepts einer intensiven Prüfung. Heute sind über 70 Prozent der 2009 beschlossenen Maßnahmen umgesetzt, allerdings erreicht die VHS den angestrebten Sanierungspfad später als geplant. Zusätzlicher Ansatzpunkt für die weitere Stabilisierung ist die Reduktion von Personalkosten und die Überarbeitung der Geschäftsprozesse.

"Die Bremer Volkshochschule ist eine sehr leistungsstarke und innovative Einrichtung. Sie ist es wirklich wert, sich weiter zu entwickeln. Besonders in den letzten Jahren hat sich Wissenserwerb oder digitales Lernen enorm entwickelt. Hierauf wird die Einrichtung reagieren und weiterhin Schritt für Schritt die Handlungsfelder in ihren Strukturen und Abläufen angehen. Die Belegschaft ist aktiv einbezogen und beteiligt sich mit außergewöhnlichem Engagement - denn alle sind überzeugt, dieser Weg lohnt sich".

Beschlossen wurde daher von Senat und Deputation ein Maßnahmenpaket, um die VHS strukturell wie finanziell nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen.

So soll die VHS eine leistungsfähige IT-Infrastruktur erhalten. Diese ist sowohl für ein wirkungsvolles Controlling nötig als auch für die zunehmende Einbindung digitaler Lernmedien in den Lehrbetrieb. Veränderungen in der Organisationsstruktur ermöglichen eine sozialverträgliche Reduzierung der Personalkosten.

Auf der Kundenseite stehen eine übersichtliche Programmstruktur, eine veränderte Angebotsstrategie und ein zielgenaueres Marketing im Fokus der Anstrengungen. So sind wohnortnahe Angebote mit kostengünstiger Preisgestaltung weiterhin Kennzeichen der VHS-Arbeit.

Im Vergleich mit anderen Volkshochschulen hat sich ergeben, dass die Bremer VHS vor allem die sechs fachlichen Kerngebiete mit klarem Profil herausstellen sollte. Die neue, klare Programmstruktur ist eine bundesweite Entwicklung aller Volkshochschulen und setzt auf die Bereiche Beruf, Sprachen, Gesundheit, Kultur, Gesellschaft und Grundbildung. Diese Struktur wird sich ab Sommer 2014 auch im Programmheft wiederfinden. Deutlich transparenter und nachvollziehbarer für die Kunden wird dann auch die Preisstruktur.

Zur Umsetzung erhält die VHS einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro.