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  • INSIDE: PolitikerInnen wechseln die Seiten – Einrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen öffnen ihre Türen

Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau

INSIDE: PolitikerInnen wechseln die Seiten – Einrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen öffnen ihre Türen

Erfolgreicher Auftakt vor der Bremischen Bürgerschaft

13.11.2013

Neun Anmeldungen – das ist das erste Ergebnis der heute (13.11.2013) gestarteten Aktion „Inside – Einblicke in den Arbeitsalltag: Einrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen laden ein“ des Arbeitskreises Gewalt gegen Frauen und Mädchen und der ZGF. Bis 31. März 2014 öffnen Einrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen ihre Türen und laden Politikerinnen und Politiker sowie Beschäftigte der Verwaltung ein, die Seiten zu wechseln und ihren Arbeitsalltag kennen zu lernen. „Wir wollen Politik und Verwaltung Einblicke in unsere Arbeit und damit die Chance geben, sich nicht nur nach Aktenlage, sondern durch eigene Erfahrungen über unsere Einrichtungen zu informieren“, so Astrid Schwarz vom Arbeitskreis Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

„Wir beraten und betreuen Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung und arbeiten alle in einem hochsensiblen aber auch eher geschlossenen Bereich. Mit ‚Inside‘ können EntscheiderInnen unsere Arbeit konkret kennenlernen. Sie können an anonymisierten Fallbearbeitungen teilhaben, Online-Beratung für Mädchen kennen lernen oder hautnah erleben, wie eine Aufnahme ins Frauenhaus geht. Dabei können sie Fragen stellen, die sie schon immer mal stellen wollten. Viele Menschen in Politik und Verwaltung haben mit uns zu tun – wir hoffen, ihnen auf interessante Weise unsere alltägliche Arbeit nahe zu bringen“, so Astrid Schwarz weiter. Die Schirmherrschaft der Aktion hat Bürgermeister Jens Böhrnsen übernommen.

„Gewalt ist und bleibt ein Thema, das gerne ausgeblendet wird. Nicht nur von betroffenen Frauen und Mädchen, sondern auch von Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. Auf der anderen Seite bekennt sich das Land Bremen zur Unterstützung betroffener Frauen und Mädchen und finanziert Einrichtungen. Deren Mitarbeiterinnen haben viele Ideen, wie diejenigen, die diese Unterstützung politisch und organisatorisch umsetzen, mehr von ihrer Arbeit mitbekommen können. Dass sie dabei den Schutz der Frauen sichern, ist selbstverständlich. Ich kann die Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft und die MitarbeiterInnen der Verwaltung nur ermutigen, dieses Angebot anzunehmen. Und ich freue mich über die positive Resonanz zum Auftakt“, so Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe, in deren Behörde der Arbeitskreis Gewalt gegen Frauen und Mädchen angesiedelt ist.

„Inside – Einblicke in den Arbeitsalltag: Einrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen laden ein“ läuft bis zum 31. März 2014.

Weitere Informationen und Anmeldung Margaretha Kurmann in der Bremischen Gleichstellungsstelle: margaretha.kurmann@frauen.bremen.de, Tel. 361-4946.

Zum Arbeitskreis Gewalt gegen Frauen und Mädchen gehören: ADE, AWO Migrationsberatung, BBMeZ, Frauenhäuser, FGT Tenever, GISBU, Kinderschutzzentrum, Mädchenhaus, Neue Wege, notruf, Schattenriss, Vielfalt, Stalking-Kit, Therapie- und Krisenberatung, Wendo-Netzwerk, Weißer Ring. Der Arbeitskreis ist bei der Bremische Gleichstellungsstelle angesiedelt.