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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Bogedan: "Wir nehmen Sorgen der Grundschulleitungen ernst"

03.02.2016

"Wir nehmen die Sorgen der Grundschulleiter und –leiterinnen im Bremer Westen sehr ernst und werden gemeinsam nach Lösungen suchen, die Rahmenbedingungen für die Inklusion zu verbessern", erklärt Dr. Claudia Bogedan. Die Senatorin für Kinder und Bildung reagiert damit auf ein Papier aller Grundschulleitungen des Bremer Westens. Darin wird unter anderem kritisiert, dass es vor vier Jahren noch sieben Leitungen für die Zentren für unterstützende Pädagogik (ZUP) gegeben habe, aktuell hingegen nur noch vier. "Diese Situation ist sehr bedauerlich und dem Ressort bekannt. Die Stellen, die nur mit Sonderpädagogen und nicht mit 'einfachen Lehrkräften' besetzt werden können, wurden nicht gestrichen. Sie sind ausgeschrieben, es finden sich jedoch keine Bewerberinnen und Bewerber. Sonderpädagogen sind im gesamten Bundesgebiet sehr rar, das ist das Problem. Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen, auch für den Bremer Westen", so Bogedan. In Bremen reagiere man unter anderem damit, dass Lehrer an der Uni die Zusatzausbildung "Inklusion Master" durchlaufen. Der dritte Jahrgang sei gerade fertig. Zudem sei es gelungen, 23 Referendare für Bremen und Bremerhaven für den Bereich der Sonderpädagogik zu gewinnen. "Das ist ein Erfolg, der uns mittelfristig helfen wird", so die Senatorin. Zudem seien im Koalitionsvertrag 20 Stellen für die Bereiche ZUP und Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren (RebuZ) festgeschrieben. "Wie wir diese Stellen am besten und wirksamsten einsetzen können, wo Inklusion verbessert werden muss und wo gut funktionierende Stadtteil-Strukturen in andere Quartiere übertragen werden können, wird in diesem Jahr während einer Evaluation detailliert betrachtet. Erkenntnisse daraus erwarten für den Herbst", sagt die Senatorin.