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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Grundwassersanierung in Farge wird noch rund 20 Jahre andauern

Bund hat "Masterplan" vorgelegt

24.04.2014

Auf Anforderung des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr hat die Bundeswehr am 18. März 2014 den "Masterplan" zur Kontaminationsbearbeitung im Tanklager Bremen-Farge vorgelegt. Nur wenige Tage später, am 25. März, hat die Bundeswehr schließlich ihre Absicht zur endgültigen Stilllegung des Tanklagers im Einvernehmen mit den zuständigen Landes- und Kommunalbehörden mitgeteilt.
"Wir sind damit einen großen Schritt weitergekommen", sagt Umweltsenator Joachim Lohse, der heute (24.04.2014) einen Bericht zum Tanklager in der Deputation vorlegt. Dennoch bleibt für die kommenden Jahrzehnte viel zu tun, um die Grundwasserverunreinigungen auch endgültig zu beseitigen. "Der Bund steht zu seiner Verantwortung und die Sanierung ist gesichert. Aber die Beseitigung solcher großflächiger Verunreinigungen braucht leider viel Zeit." Der stärkste Rückgang der Belastung liegt in den Anfangsjahren, die Beseitigung wird jedoch insgesamt bis etwa 2036 andauern. Danach muss das Grundwasser noch zehn weitere Jahre überwacht werden.

Der vorgelegte Masterplan stellt die bisherige Arbeit seit 2006 dar - sowie die aktuelle und die aus fachlicher Sicht mittel- bis langfristig planbare Gesamtstrategie zur Kontaminationsbearbeitung auf der Liegenschaft. Er enthält die Vorplanung auf Basis des aktuellen Wissenstandes zu den Flächen der Verladebahnhöfe I und II, dem Hafenbereich und weiteren kontaminationsverdächtigen Flächen im Bereich des Tanklagers.

Die Verantwortung für die Sanierung der Altlasten auf dem Gelände des Tanklagers liegt aufgrund der Regelungen des Bundesbodenschutzgesetzes auch künftig vollständig beim Bund. Der Bund hat sich mit dem Masterplan zu seinen Pflichten bekannt, Bremen wird den Bund auch weiterhin dabei begleiten. Dabei wird auch künftig ein transparentes Vorgehen sichergestellt sein: Alle Sanierungsmaßnahmen sollen durch regelmäßige Sachstandsberichte dokumentiert werden.

Mit der Aufgabe des Tanklagers entstehen aber auch neue Chancen für Erholungsnutzung, Waldwirtschaft und Naturschutz auf dem Gelände. Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr wird hierzu in enger Abstimmung mit den Beiräten in Bremen-Nord und dem Landkreis Osterholz-Scharmbeck konzeptionelle Überlegungen beginnen. In dem in Aufstellung befindlichen neuen Landschaftsprogramm für Bremen sowie im Flächennutzungsplan sind mit Maßnahmen des Naturschutzes und einer neuen Wegeverbindung bereits erste Meilensteine gesetzt.